Prof. Dr. med. Dr. phil. Thomas Heinemann

Lehrstuhl Ethik, Theorie und Geschichte der Medizin

Der Lehr- und Forschungsbereich des Lehrstuhls Ethik, Theorie und Geschichte der Medizin befasst sich mit der Identifizierung und Analyse ethischer, anthropologischer und wissenschaftstheoretischer Fragen in der Medizin und der biowissenschaftlichen Forschung sowie mit historischen Aspekten.

Thematische Schwerpunkte liegen im Bereich der Stammzellforschung, der Neuroethik, der molekularen Medizin, der Altersforschung sowie der Untersuchung von Möglichkeiten und Voraussetzungen einer interkulturellen Bioethik. Charakteristisch für den Lehrstuhl ist zum einen die interdisziplinäre Herangehensweise, die die Naturwissenschaften mit der Ethik und der Philosophie verbindet. Zum anderen ist die Arbeit gekennzeichnet durch einen starken Praxisbezug sowohl im Hinblick auf die Biowissenschaften als auch auf Gesundheitseinrichtungen wie Krankenhäuser und Altenhilfeeinrichtungen.

Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Lehrstuhl:

Barbara Advena-Regnery, M.A., interdisziplinäres Forschungsprojekt "Humane artifizielle Gameten" (HumArGam), gefördert vom BMBF.
Dustin Gooßens, interdisziplinäres Forschungsprojekt "Humane artifizielle Gameten" (HumArGam), gefördert vom BMBF.
Dr. Sebastian Schleidgen, M.A., interdisziplinäre Forschungsprojekte "Ethische und rechtliche Konzepte für die Anwendung neuer Techniken einer präzisen Genomeditierung bei hereditären Erkrankungen" (REALiGN-HD) sowie "Humane artifizielle Gameten" (HumArGam), beide gefördert vom BMBF.

Studentischer Mitarbeiter:
Dominik Gosal

Sekretariat: Maritta Zahn

Weitere Informationen

Kontakt

Prof. Dr. med. Dr. phil. Thomas Heinemann

Lehrstuhl für Ethik, Theorie und Geschichte der Medizin

Philosophisch-Theologische Hochschule

Pallottistr. 3

56179 Vallendar

Tel.: 0261 6402 510

E-mail: theinemann(at)pthv.de

Aktuelles

Laufende Forschungsprojekte:

  • Philosophisch-ethisches Teilprojekt "Verantwortung und Selbstbestimmung im Kontext der Erzeugung, genetischen Modifizierungen und Verwendung artifizieller Gameten aus iPS-Zellen" im interdisziplinären Forschungs-Verbundprojekt "Humane artifizielle Gameten. Erzeugung und genetische Veränderung von aus humanen pluripotenten Stammzellen differenzierten Gameten und ihre ethische und rechtliche Bewertung (HumArGam)". Koordinierung des Gesamtprojekts. Gefördert vom BMBF, Förderkennzeichen 01GP1604A, Gesamtlaufzeit 3 Jahre.

  • Philosophisch-ethisches Teilprojekt "Überprüfung ethischer Konzepte für eine Gentherapie beim Menschen im Lichte neuer Techniken der Genomeditierung" im interdisziplinären Forschungs-Verbundprojekt "Ethische und rechtliche Konzepte für die Anwendung neuer Techniken einer präzisen Genomeditierung bei hereditären Erkrankungen - TP Ethik (REALiGN-HD)". Koordinierung des Gesamtprojekts. Gefördert vom BMBF, Förderkennzeichen 01GP1616A, Gesamtlaufzeit 3 Jahre.

Verbundpartner sind in beiden Forschungsprojekten Herr Prof. Dr. jur. Hans-Georg Dederer, Lehrstuhl für Staats- und Verwaltungsrecht, Völkerrecht, Europäisches und Internationales Wirtschaftsrecht der Universität Passau mit einem rechtswissenschaftlichen Teilprojekt, sowie Herr Prof. Dr. med. Tobias Cantz, Excellence Cluster „REBIRTH“, Medizinische Hochschule Hannover, mit einem zellbiologischen Teilprojekt.

 

Abgeschlossene Forschungsprojekte:

Philosophisches Teilprojekt "Normative Bedeutung von zellulärer Totipotenz bei der induzierten Reprogrammierung von Zellen" in dem vom BMBF geförderten Forschungs-Verbundprojekt "Entwicklungsbiologische Totipotenz: Bestimmung als normatives Kriterium in Ethik und Recht unter Berücksichtigung neuer entwicklungsbiologischer Erkenntnisse". Koordination des Verbundprojekts. Gesamtlaufzeit 5 Jahren (2011-2016).

 

Interdisziplinäres Symposium "Natürlich nicht nicht natürlich? Neue Möglichkeiten der menschlichen Fortpflanzung und die Fragen nach der Bedeutung von genetischem Erbe und der Kontinuität der Keimbahn", 8. März 2018, Universität Bonn. Weitere Informationen siehe Flyer.

 

Interdisziplinäres Symposium "Es werde (k)ein Embryo. Zur normativen Bewertung von totipotenten Zellen", in Kooperation mit dem DFG-Schwerpunktprogramm SPP 1356 "Pluripotency and Cellular Reprogramming" und der Interdisziplinären Arbeitsgruppe Gentechnologiebericht der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, 20./21. März 2014, Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin.

 

Interdisziplinäres Symposium "Totpotente Nicht-Embryonen und nicht-totipotente Embryonen. Normative Herausforderungen durch artifizielle Entitäten", 12./13. September 2016, Medizinische Hochschule Hannover.

Buchveröffentlichung

Thomas Heinemann, Hans-Georg Dederer, Tobias Cantz (Hg.): Entwicklungsbiologische Totipotenz in Ethik und Recht. Zur normativen Bewertung von totipotenten menschlichen Zellen
1. Aufl. Göttingen: V&R unipress, 2015. (externer Link zur Verlagsseite)

Lehrveranstaltung

Lehrveranstaltungen werden in der Pflegewissenschaftlichen Fakultät und der Philosophisch-Theologischen Fakultät der PTHV angeboten.